Die Ausstellung Latent Spaces vereint neue Arbeiten von Eske Schlüters und Ekaterina Shapiro-Obermair, entstanden im Rahmen ihrer Arbeitsstipendien am VALIE EXPORT Center Linz. Der Titel verweist auf ein Konzept aus dem maschinellen Lernen: auf jene verdichteten, mehrdimensionalen Räume, in denen komplexe Daten auf wesentliche Merkmale reduziert werden, um Muster zu erkennen, Inhalte zu gruppieren und daraus neue Daten zu generieren.
Aus unterschiedlichen Richtungen greifen die beiden Künstlerinnen dieses Bild auf. Eske Schlüters nähert sich philosophischen Fragen zur Geschichte und Gegenwart Künstlicher Intelligenz und zum Verhältnis von Mensch und Maschine. Ekaterina Shapiro-Obermair beschäftigt sich in einem essayistischen Film mit Erinnerung und Ideologie und damit, wie sich gesellschaftspolitische Konflikte rund um ein sowjetisches Kriegsdenkmal in der Ukraine einschreiben. Die Arbeiten fragen danach, was von Geschichte sichtbar wird, wenn sie immer wieder neu gelesen, neu montiert und neu besetzt wird. Im Ausstellungsraum treffen unterschiedliche Formen der Wahrnehmung und Bedeutungsproduktion aufeinander, überlagern und verdichten sich – der Raum selbst wird zum Latent Space.
Die Ausstellung wird in Kollaboration mit dem VALIE EXPORT Center Linz realisiert.
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Am 20. Oktober 2026 eröffnen um 19 Uhr in der Künstler*innenvereinigung MAERZ ebenfalls zwei Ausstellungen → MAERZ
